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Bunker-Debatte


Editorial


Mit der Plattform „Bunker-Debatte“ möchte die Initiative 9. November das Spektrum ihrer bisherigen Aktivitäten über ihren Ort an der Friedberger Anlage hinaus erweitern, ohne ihn – daher die eventuell irritierende Benennung „Bunker-Debatte“ aus dem Auge zu verlieren. Der Bunker und das, wofür, genauer: wogegen er steht, ist der Flucht- und Bezugspunkt der auszubreitenden Thematik.

Die „Bunker-Debatte“ soll eine Publikationsform sein, die Einblick in das gedankliche Innenleben der Initiative gibt und Positionen, Konzepte und Perspektiven unserer Arbeit sowie Reflexionen und Kommentare zu den laufenden Ereignissen öffentlich zugänglich macht, soweit sie für unser Engagement und seine Kontexte von Belang sind. Abfolge und Präsentation sind eher assoziativ und im Fluss befindlich. Interessierte sind eingeladen, an unserer Debatte teilzunehmen.

Kontakt: initiative-9-november@gmx.de


06. Juli 2017

Zu unserem Jour Fixe am 6. Juli 2017 hatten wir Professor Karen Fiss aus San Francisco eingeladen


Ihr Vortrag "Faszinierender Fetischismus: Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Nazibauten“
("Fascinating Fetishism: Exhibiting Contemporary Art in Nazi Architecture")
beschäftigte sich mit der Frage der Nutzung von Nazibauten für Ausstellungen kommerzialisierter zeitgenössischer Kunst.

Hier zum Nachlesen in Englisch oder Deutsch.

English

Deutsch


23. Juni 2017

Solidaritätserklärung


Liebe Frau Dr. Wenzel, lieber Herr Backhaus,

über den mutwilligen Zerstörungsakt zweier Figuren Ihrer Ausstellung
„Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“
auf dem Rathenauplatz sind wir ebenfalls zutiefst bestürzt und empört. Wir verurteilen diese
Gewalttat aufs Schärfste, möchten Ihnen deshalb unsere uneingeschränkte Solidarität zusichern
und Ihre öffentliche Stellungnahme zum Geschehenen unterstützen.
Als Initiative, die am Ort der ehemaligen, in der Pogromnacht 1938 zerstörten Synagoge
der Israelitischen Religionsgesellschaft an jüdisches Leben und die jüdische Geschichte
Frankfurts erinnert, sind wir dem Jüdischen Museum und seiner Aufklärungsarbeit seit
Jahrzehnten eng verbunden.

Dass Sie weiter bereit sind, die Exponate im Zentrum Frankfurts zu zeigen, begrüßen wir sehr.
Gerne werben wir bei uns - nun erst recht - dafür.

Ihr Einverständnis vorausgesetzt würden wir gerne dieses Schreiben auf unsere Homepage
stellen. Falls Sie es als sinnvoll erachten, können Sie es ebenfalls auf Ihre Seite online stellen.

Mit solidarischen Grüßen

Ihre Initiative 9. November e. V.



Dr. Wolfgang Leuschner: "Bunker-Architektur und Gedächtnis", Mai 2017