Dieses Konzert findet im Rahmen einer Kooperation von Goethe-Universität, HfMDK, Initiative 9. November e.V., Musica Judaica e.V. und der Frankfurter Gesellschaft für neue Musik e.V. statt. Ziel ist es, die vergessenen Frankfurter jüdischen Musiker und Musikerinnen wieder sichtbar und hörbar zu machen.
Jüdische Geschichte Sichtbar machen – Die Synagoge in der Unterlindau 23
Ein Projekt mit Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt 2024-2025
Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse eines Projekts von Konfirmandinnen und Konfirmanden, die sich mit der fast vergessenen Synagoge in der Unterlindau 23 beschäftigt haben. Geforscht wurde sowohl zum Gebäude selbst als auch zu Menschen, die mit der Synagoge verbunden waren. Auf 9 Roll-Ups und mit einigen Exponaten der Rekonstruktionen werden die beeindruckenden Ergebnisse präsentiert. Vor allem die maßstabsgetreuen analogen und digitalen Rekonstruktionen ermöglichen ein lebendiges Bild, wie die Synagoge ausgesehen haben kann, von der leider keine Fotografien mehr existieren. Gearbeitet wurde unter anderem mit Klemmbausteinen, aber auch digitalen Hilfsmitteln (z.B. Minecraft oder Architektursoftware). Neben allgemeinen Informationen zur Synagoge werden in der Ausstellung auch Ausschnitte aus einem Rundgang durch das Westend gezeigt, der unter anderem den Rabbiner Dr. Jakob Horovitz den Blick nimmt.
1893 war die Synagoge als erste Synagoge im Westend als Teil der israelitischen Religionsschule gebaut worden. 1926 wurde sie dann durch ihre intensive Nutzung erweitert und durch den Weltkrieg komplett zerstört. Heute erinnert nur noch eine Gedenktafel an den ursprünglichen Standort.
Eine Konfirmandin sagt im Rückblick: „Die Synagoge zu rekonstruieren war, als würde man ihr ein neues Leben geben. Das Thema hat mich wirklich berührt und ich finde es immer noch unglaublich, dass man jeden Tag einfach so an der Gedenktafel vorbeigelaufen ist, ohne sich Gedanken über die Geschichte dahinter zu machen. Umso mehr bin ich froh, diese Synagoge noch einmal zum Leben zu erwecken und über sie Bescheid zu wissen.“
Eine Publikation zum Projekt ist erhältlich.
Unterstützt und gefördert wurde das Projekt u.a. durch die Jüdische Gemeinde Frankfurt, das Buber-Rosenzweig-Instituts (Synagogengedenkbuch Hessen), den Ortsbeirat 2 und das Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main.
„Ich will sprechen über die Wahrheit, die dort war“
Die Ausstellung „Ich will sprechen über die Wahrheit, die dort war. Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965“ zeichnet die Geschichte des Gerichtsverfahrens nach – von den Vorermittlungen über die Hauptverhandlung bis hin zu den gesellschaftlichen und kulturellen Nachwirkungen. Anhand von Archivdokumenten, Fotografien, Tonaufnahmen sowie Videos mit Zeitzeug:innen-Interviews wird rekonstruiert, wie es zu dem Prozess kam, welche Motive die beteiligten Akteur:innen verfolgten und welche Folgen der Prozess für die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen hatte.
Ausgangspunkt der Ausstellung war ein bei einer Recherche gefundener Brief des Frankfurter Juristen Henry Ormond an seinen polnischen Kollegen Jan Sehn aus dem Januar 1963. Darin beschreibt Ormond Überlegungen, das Material, das nicht im Prozess verwendet wurde, gemeinsam mit Fritz Bauer in einer Ausstellung im Frankfurter Studierendenhaus zu zeigen – ein Vorhaben, das damals nicht realisiert wurde.
Anlässlich des 60. Jahrestages der Prozesseröffnung griff ein fünfköpfiges Kollektiv die Idee auf und entwickelte erstmals 2023 eine Ausstellung über den Auschwitz-Prozess, die sich auf die Perspektive der Opfer und Überlebenden fokussiert und hervorhebt, wie Zeug:innen oder Jurist:innen entscheidend dazu beitrugen, dass die Wahrheit über Auschwitz ans Licht kommen konnte.
Die Kurator:innen der Ausstellung arbeiten oder studieren in der Holocaustforschung, der Rechtswissenschaft, im Sammlungs- und im künstlerischen Bereich. Die Ausstellung war zunächst im Studierendenhaus Frankfurt, ein Jahr später im Rathaus Römer zu sehen und wird nun erneut gezeigt.
Eine Ausstellung des Ausstellungskollektivs, des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. und der Initiative 9. November e.V.
Eröffnung der Ausstellungen: Sonntag 3. Mai 2026 um 17:00 Uhr.
Bunker Friedberger Anlage 5-6, 60314 Frankfurt
Die beiden Ausstellungen sind bis Ende November 2026 zu sehen.
Die Winterpause ist vorbei und wir öffnen wieder regelmäßig den Bunker für den Besuch unserer Ausstellungen.
Für den Eröffnungstag am 26.4. haben wir ein besonderes Programm vorbereitet mit Führungen zu den folgenden Ausstellungen:
11:30 Uhr: Ostend Ausstellung, Führung mit Gabriela Schlick-Bamberger
12:00 Uhr: Synagogen Ausstellung, Führung mit dem Kurator Marc Grellert
12:30 Uhr: Displaced Persons, Führung mit dem Zeitzeugen Majer Szanckower
13:00 Uhr: Einige waren Nachbarn, Führung mit Renata Berlin (Vorstand, Initiative 9. November)
Eine vorherige Anmeldung zu den Führungen ist nicht erforderlich. Bitte an warme Kleidung denken, der Bunker ist unbeheizt und ist noch kalt vom Winter.
Ab dem 26. April bis Ende November haben wir jeden Mittwoch von 17-19 Uhr und jeden Sonntag von 11-14 Uhr geöffnet. Zweimal im Monat findet eine Führung des Jüdischen Museums durch die Ostend Ausstellung statt.
Am 9. November 2025 haben wir eine neue Ausstellung zur Zerstörung der Synagoge an der Friedberger Anlage eröffnet. Dr. Ulrike Müller-Weil, ursprünglich selbst Besucherin unserer Ausstellungen, hat zum Pogrom in Frankfurt und dem Brand der Synagoge an der Friedberger Anlage Quellen und Berichte ausgewertet und mit Hilfe von unserem Mitglied Thomas Klein (Layout) auf vier Ausstellungstafeln dokumentiert.
Die schriftliche Fassung der Recherche ist ab sofort hier zu finden.
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